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Vortragsreihe der Kunstwissenschaftlichen Gesellschaft

im Sommersemester 2018:

 
Künstler sprechen über ihre Arbeit

organisiert von Angeli Janhsen für das Kunstgeschichtliche Institut zusammen mit der Fachschaft Kunstgeschichte, der Kunstwissenschaftlichen Gesellschaft und dem Studium Generale

Alle hier eingeladenen Künstler sind international, zu Recht, bekannt. Ihre Werke sind grundsätzlich unterschiedlich. Über sie ist im Kontext von „Post-Minimalistischem“, bei „Concept Art“, „Performativem“, „Partizipativem“ vielfach geschrieben worden. Das sollten wir kennen. Aber was sagen sie selbst?!
 

 

(untypisch)
Montag
7.5.2018

KG II, HS 2004

Jochen Gerz
Jochen Gerz macht seit dem Ende der 60er Jahre Projekte im öffentlichen Raum. Oft sind Betrachter hier nicht nur unbeteiligte Zuschauer, sondern erst sie bestimmen das Werk. Jochen Gerz ist ein gewiefter Fragensteller und Katalysator. Seine Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus, mit dem Zweiten Weltkrieg und den heutigen gesellschaftlichen Problemen sind maßgebend für Anspruch und Wirkung zeitgenössischer Kunst.

(Donnerstag)
17.5.2018

KG I, HS 1010

Timm Ulrichs
Timm Ulrichs bezeichnete sich seit 1959 als „Totalkünstler“ und stellte sich als „erstes lebendes Kunstwerk“ aus. 1975 demonstrierte er „Ich kann keine Kunst mehr sehen“. In seinen vielfältigen, immer neu ansetzenden Arbeiten spielt sein provokativer, körperlicher Einsatz oft eine große Rolle – gleichzeitig geht es um das Hinterfragen von Konzepten und um die Selbstreflexion dessen, was hier Kunst überhaupt sein kann.

(Donnerstag)
7.6.2018

KG I, HS 1010

Franz Erhard Walther
Franz Erhard Walther stellte seit seinem ersten „Werksatz“ (1963-1969) seinen Betrachtern Stoffdinge und Spielregeln dafür zur Verfügung. Er fördert Erfahrungen, die nie nur körperlich sind. Es kann um modellhafte gemeinsame Aktionen gehen, um Selbsterfahrungen, um „Werk als Handlung“. Die Fragen nach dem, was ein Werk ist, was hier Kunst ist, was Handlungen sind, haben die neuere Kunstgeschichte geprägt.

(untyptisch)
Dienstag
12.6.2018
KG I, HS 1010
 

Tino Sehgal
Tino Sehgal, geboren 1976, stellt “Situations” her, für die er verfügt, dass sie nicht filmisch, fotografisch oder sonstwie dokumentiert werden dürfen. Sie sind nicht zu haben – und wer nicht da ist, hat es verpasst. Performer agieren, manchmal mit dann beteiligten Zuschauern, so, dass Alltägliches befremdlich erscheint. Beispielsweise wurde man im Garten der Fondation Beyeler im letzten Sommer angesungen („This you“ 2006). Die Situationen sind ephemer, oft tänzerisch, immer so, dass eine echte, erlebte Irritation ab da andere Situationen klärt. Es geht nicht um die Anhäufung von Materiellem, sondern um Aufmerksamkeit. Eine seiner Arbeiten wird gleichzeitig zwischen dem 11. und 16.6. im E-Werk zu sehen sein! Bitte beachten Sie das dortige Programm.

 

Künstler, die ihr eigenes Werk selbst darstellen, haben ganz andere Interessen und Einsichten als Wissenschaftler und Kritiker. Alle Kunstinteressierten, besonders aber Studenten profitieren von der tatsächlichen Begegnung mit den (oft Wissenschaftlern und Schreibern eben nicht ähnlichen) Künstlern. In ihren zukünftigen Arbeitsfeldern müssen sie solche Situationen kennen und sinnvoll damit umgehen. Es gibt ja nicht nur Interviews, und auch die Veranstaltungen dieser Freiburger Vortragsreihe werden verschieden sein. Generell sind Künstleräußerungen, in welcher Form auch immer, als Selbstreflexionen und Selbstzeugnisse beim Umgang mit zeitgenössischer Kunst von hohem Interesse.

 

 Alle Vorträge beginnen um 20 Uhr c.t. und finden im o.g. Hörsaal statt.

 



 

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